The winning way to decide

4 Min. 14.05.2020 Mag. (FH) Michaela Kreitmayer


Wann haben Sie das letzte Mal eine Entscheidung getroffen, bei der Ihnen klar war, dass sie nur second best war? Je dynamischer und komplexer Situationen, Geschäftsbereiche oder ganze Organisationen werden, desto weniger ist eine einzelne zentrale Führungskraft alleine in der Lage, sinnvolle Entscheidungen zutreffen.

Kollegiale Führung

Wäre es nicht besser, öfter über alle Hierarchien hinweg zu kooperieren, um das Wissen Einzelner besser zu integrieren? Wer direkt aus seinem Verantwortungsbereich heraus entscheidet, hat auch alle Parameter im Blick, die für eine fundierte Entscheidung nötig sind. Kollegiale Führung bedeutet, Führung gemeinsam ernst zu nehmen. Ob von oben oder von unten, ist unwichtig – es zählt einzig und alleine, wer für welche Entscheidung die geeignete Person ist. Prinzipiell jede und jeder kann, soll und darf ganz selbstverständlich führen. Je nachdem, welche Fähigkeit eine Situation verlangt, führt diese Person bis zur Entscheidungsfindung im Prozess. Dabei muss klar sein, wer was verantwortet und entscheidet – besonders in einer Ausnahmezeit, wie wir sie jetzt erleben, wenn Mitarbeitende vor allem Orientierung suchen.

Führe dich selbst

Oft hören wir bei unseren Kundinnen und Kunden die Klage über mangelnde Führung, sogar dort, wo diese formal vorgesehen wäre. Führe dich selbst, sonst führt dich keiner. Statt darauf zu warten, dass man geführt wird, kann man auch Selbstverantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen. Selbstführung setzt natürlich voraus, dass man eigenverantwortlich arbeiten möchte und gesamtunternehmerisch denken kann.

Führungs­werkzeuge sind essenziell

Wenn es gelingt, dass Führung zum selbstverständlichen Teil der eigenen Arbeit wird, können die Stärken jeder und jedes Einzelnen von uns zur Geltung kommen. Wichtig dabei ist, dass es einfach zu benutzende Führungswerkzeuge gibt, auf die alle Zugriff haben – damit die Organisation nicht in die Willkür abrutscht oder es endlose Diskussionen gibt. Und wir brauchen Offenheit und das Vertrauen, dass prinzipiell alle ihr Bestes geben. Das wird dann passieren, wenn wir das Gefühl haben, dass der eigene Beitrag geschätzt wird. Apropos: Wann haben Sie das letzte Mal für tolle Leistungen Danke gesagt?

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Führen mit neuer Autorität

Nächster Termin: 09. - 10. Juli 2020
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Führen mit klassischer Macht-Autorität – eine jahrzehntelange gelebte Führungspraxis – hat weitgehend ausgedient. Doch auch neue, auf einem horizontalen Verständnis aufgebaute Führungskonzepte, sind nicht immer erfolgreich. Damit neue Autorität in der Führung wirksam werden kann, braucht es eine individuelle, strukturelle und kulturelle Transformation. Beginnen Sie jetzt damit und machen Sie sich auf die Suche nach den Wurzeln für den Status Quo. Erkennen Sie individuelle Ansatzpunkte für Ihre neue Autorität.

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