Gelassenheit: Wie Sie erfolgreich Regie führen

5 Min. 16.09.2016 Mag. Gabriele Kypta

Als Haltung und Technik ist Gelassenheit für professionelle Führung und Management wichtig. Gelassenheit ist nicht Distanziertheit oder Desinteresse, sondern genau das Gegenteil. Sie unterstützt durch innere Leichtigkeit, Dinge klar zu sehen und situationsadäquat zu agieren. Gelassenheit ersetzt nicht Planen und Führen, sondern ist deren Basis. Was bedeutet das konkret:

Im Hier und Jetzt sein

Während Sie über vergangene Ärgernisse grübeln oder kommende Herausforderungen absichern wollen, vergeht dieser Augenblick Ihres Lebens. Aber genau dieser Moment ist der einzige, in dem Sie agieren können. Das bedeutet nicht, dass Sie nicht planen können, aber als Profi wissen Sie, dass die beste Planung der Realität standhalten muss.

Autopilot ist sinnvoll, aber nicht immer

Wie viele Standardsituationen gibt es in Ihrem Alltag? Je routinierter und erfahrener Sie sind, desto mehr werden es sein, und das ist gut so. So behalten Sie ein Spielbein frei für Unerwartetes. Gefährlich ist der Autopilot, wenn es sich um eine automatische Reaktion auf ein außergewöhnliches Ereignis handelt. Hier greift er meist zu kurz. Wichtig ist zu erkennen, in welcher der beiden Realitäten Sie sich gerade bewegen. Dafür sind Fokus, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit erforderlich.

Gedankenkontrolle

Sie kennen sicher Momente, in denen Sie das Gefühl haben, von Ihren eigenen Gedanken regelrecht durch den Tag gepeitscht zu werden. Lernen Sie, wieder Regie in Ihrem eigenen Kopf zu übernehmen. Mind Management bedeutet, frühzeitig zu erkennen, dass sich Stress erzeugende Gedanken aufstauen. Es bedeutet auch, dass Sie die Verantwortung für sich übernehmen: „Ich bin die Chefin oder der Chef in meinem Kopf und ich entscheide, welchem Gedanken ich jetzt gerade folge.“

Am 20. September 2016 um 22:35 Uhr lief im ORF zu diesem Thema die Sendung „Gelassenheit – ein göttlicher Zustand?“.