Wie man einer guten Idee den Weg ebnet

5 Min. 05.08.2014

Der größte Hebel, um in Organisationen schnellere Innovationen zu ermöglichen, scheint im schrittweisen Vorgehen zu liegen, schreibt Stefan Doblhofer in seinem Beitrag im Hernsteiner. „Rapid Proto-Typing“ lautet das Schlagwort dazu, sinngemäß mit „einfach schnell ausprobieren“ zu übersetzen.

Einen Schritt nach dem anderen gehen

Anstatt ehrgeizige Businesspläne zu schreiben, kann man dazu übergehen, einfach nur den nächsten Schritt und die damit zu erreichende Zielsetzung genau zu beschreiben. Wird diese Zielsetzung erreicht, folgen ein kurzer Review und daraus die Vereinbarung des nächsten Schritts. Wird die Zielsetzung verfehlt, folgen eben nicht Rechthaberei, kleinräumige Optimierungen und ein nächster Versuch, sondern man gibt das Projekt auf. Oder – auch das gibt es – man lässt es zumindest eine ganze Weile abliegen, bis man es noch einmal, aber dann anders, versucht.

Ist es einen Versuch wert?

Diese Vorgangsweise scheint trivial zu sein, die Auswirkungen sind aber oft weitreichend. Statt Projekte noch in der Planungsphase vor die Existenzfrage zu stellen: „Fördern oder nicht fördern?“, stellt man die viel niederschwelligere Frage „Is it good enough to try?“. In den einzelnen Schritten wird eine Idee immer weiter getestet; in den Reviews wird nicht nur „ja oder nein“ entschieden, sondern der Prototyp auf Basis der erreichten Testergebnisse auch oft noch entscheidend verändert. Der Weg durch die verschiedenen Phasen und Reviews stellt ebenso die Energie der Promotoren auf die Probe, und das ist häufig der relevanteste Test von allen. Denn eine gute Idee sucht sich ihren Weg!

Mag. Stefan Doblhofer, MBA, ist Berater, Trainer und Coach sowie Autor des Buchs „Management-Navigator“. Lesen Sie mehr von Stefan Doblhofer in seinem Beitrag im  Hernsteiner 1/2014: „Einfach schnell ausprobieren. Wie man einer guten Idee den Weg ebnet.“