Frauen in Führung

8 Min. 04.03.2020 Mag. Eva-Maria Preier

Herkömmliche Geschlechterrollen sind zunehmend passé. Frauen holen, vor allem was ihre Bildung betrifft, rasant auf. Aber gilt das auch für Frauen in Führungspositionen? – Eher nein, wie der jährliche Bloomberg Gender-Equality Index zeigt. Was es braucht, um diese Situation zu verändern: spezifische Angebote für Frauen und einen Rahmen, in dem sie sich ihrer Kompetenzen bewusst werden.

Seit geraumer Zeit schon macht sich ein Wandel bemerkbar – der sogenannte Female Shift, der traditionelle Geschlechterrollen aufbricht und damit neue Beziehungs- und Familienmodelle bringt. Zugleich zeigen Statistiken: Frauen holen europaweit und auch in den Schwellenländern in punkto Bildung auf. Schon jetzt liegt der Anteil weiblicher Studierender in Deutschland bei 52%, Maturantinnen kommen sogar auf 55%. 

Wie aber steht es um Frauen in Führungs­po­si­tionen?

Der Bloomberg Gender-Equality Index zeichnet jedes Jahr jene Unternehmen aus, die die Gleichstellung von Frauen fördern. Insgesamt 230 Unternehmen wurden im vergangenen Jahr in den Index aufgenommen, aber nur ein einziges davon kommt aus Österreich. Es gibt daher noch viel zu tun.

Weiblich + Männlich = Mensch

Fragt sich, wo die Ursache für diese Situation liegt. Eine Möglichkeit ist schnell gefunden: Wir leben seit Jahrtausenden in einer patriarchalisch dominierten Welt, in der das „Männliche“ zum Wertemaßstab geworden ist. Das macht es hauptsächlich Frauen, aber auch Männern nicht leicht, ihre eigenen weiblichen Anteile wertfrei wahr- und anzunehmen und bewusst einzusetzen und zu fördern.

Denn wie schon C. G. Jung, der bekannte Begründer der analytischen Psychologie, in seinen Schriften zu „Animus und Anima“ betonte: Jede Person trägt weibliche und männliche Züge in sich und gerade diese Koexistenz ist es, die uns als Menschen „ganz“ macht. − Was für den einzelnen Menschen gilt, sollte wohl auch für Organisationen Geltung haben, die ja ebenso aus Menschen bestehen. Finden Sie nicht auch?

Frauen­in­di­vi­dualität fördern

Soll der Anteil von Frauen in Führungspositionen steigen, braucht es spezifische Angebote in einem vertrauensvollen Rahmen, in dem Frauen unter sich sind, sich ihrer Kompetenzen bewusst werden und in Folge selbstsicher einsetzen.

Studien belegen übrigens laufend, dass gerade jene Unternehmen am erfolgreichsten sind, die eine ausgeglichene Anzahl von weiblichen und männlichen  Führungskräften aufweisen. – Machen wir uns daher an die Arbeit.


  • Mittleres Management
  • First Level Management

Frauen in Führung

Nächster Termin: 05. - 06. Mai 2020
  • Neu

Noch immer sind weibliche Führungskräfte die Ausnahme. Das ist schade. In Zeiten wie diesen brauchen erfolgreiche Unternehmen gemischte Führungsteams und die Stärken von beiden Geschlechtern. Führen Frauen anders? Ja, und sie sind weder besser noch schlechter in der Führungsrolle, nur anders. Fest steht, dass Kollaboration, Sozialkompetenz und Flexibilität – Fertigkeiten, die oftmals Frauen zugeschrieben werden –gute und notwendige Ergänzungen zu bestehenden Führungsansätzen in Unternehmen sind. Lassen Sie uns ohne Schubladendenken und Klischees Ihre persönlichen Stärken als Frau fördern und Ihren Auftritt souverän gestalten. Frauen in Führung – auf das Wie kommt es an!

  • Leadership und Führung
  • Top-Management
  • Mittleres Management
  • First Level Management

Bioche­mische Raststätte für Führungs­kräfte

Nächster Termin: 07. - 28. Mai 2020
  • Neu

Geistige Höchstleistungen und körperliches Wohlbefinden werden durch richtige Ernährung und körpereigene, biochemische Botenstoffe gesteuert. Lernen Sie die Nährstoffe kennen, die Ihr Körper für eine effiziente Erholung benötigt. Und entdecken Sie die körpereigenen Werkzeuge, mit denen Sie Konzentration und Motivation hoch halten.

  • Leadership und Führung