Das war das Future Lab 2015

Next Organizing. Hierarchie war gestern – und was ist heute?

Können traditionelle hierarchische Strukturen mit der digitalen Revolution Schritt halten? Welche neuen Organisationsformen haben brauchbare Antworten auf die Brüche, die sich auftun? Brauchen wir Führungskräfte, wie wir sie heute kennen, überhaupt noch? Mit diesen Fragen sind wir beim Future Lab „Next Organizing: Hierarchie war gestern, und was ist heute?“ in den Tag gestartet.

Zukunftsweisende Organisationsmodelle

Vier österreichische Unternehmen haben dazu eingeladen: dwarfs and Giants, evolution at work, Beratergruppe Neuwaldegg und Hernstein Institut. Einen Tag lang wurde diskutiert und ausgetauscht, wie es am besten gelingt, Hierarchien abzubauen und Macht und Verantwortung im Unternehmen neu zu verteilen. Soviel lässt sich sagen: der Siegeszug neuer Organisationsmodelle hat bereits begonnen. Und hat praxiserprobte und mutmachende Antworten für die Krise in der Führung parat. Nämlich: Selbstverantwortung und Selbstleadership.

Selbstorganisation braucht Führung

Innovative Management- und Führungsansätze wie Agile, Holacracy, Scrum und Design Thinking denken unsere Arbeitsorganisation neu und setzen verstärkt auf Selbstorganisation. Die Umstellung von traditionellem Management auf selbststeuernde Modelle passiert nicht von allein. Sie verlangt massive Veränderungsbereitschaft von Unternehmen. Durch das Entfernen hierarchischer Strukturen entsteht eine prozessorientierte, interdisziplinäre Praxis, die Organisation flexibler macht und schneller auf Veränderungen reagieren lässt. Bei „Next Organizing“ wurden Erfahrungen ausgetauscht, was die neuen Methoden in der Praxis leisten können, aber auch, wo es noch hakt und worauf beim Wechsel von traditionell auf agil zu achten ist. Zentral bei der Transformation: externe Begleitung und die Entwicklung von Leadership.

Es geht auch ohne hierarchische Führung

Die neuen Organisationsformen speisen sich aus mehreren Quellen: die Erfolge des agilen Projektmanagements in der Softwareentwicklung sind ebenso Treiber wie die neuen Ansprüche und das Selbstbewusstsein der Generation Y oder das Selbstverständnis kollaborativer Zusammenarbeit. Allen Modellen gemeinsam ist, dass sie ständig weiterentwickelt und angepasst werden. Unser Fazit: Alles ist in Bewegung und dennoch bleibt Führen ein Thema, denn jeder und jede braucht Führungskompetenzen – für sich selbst und um das eigene Projekt zu führen.

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