Laut dem aktuellen Hernstein Management Report zum Thema Organisationsstrukturen bei dem 300 Führungskräfte aus Österreich, Deutschland und der Schweiz befragt wurden, sind noch immer Stabs- und Linienstrukturen die häufigste Organisationsform in Unternehmen ab 100 MitarbeiterInnen. Stabs- und Linienorganisationen sind hierarchisch und klar organisiert. Kommunikation verläuft von oben nach unten.
Um auf veränderte Rahmen- und Marktbedingungen zu reagieren, braucht es zusätzlich flexiblere Lösungen. 70% der deutschen Unternehmen und jeweils 49 Prozent der Unternehmen in Österreich und der Schweiz setzen dazu Projektteams aus unterschiedlichen Funktionsbereichen ein. Die so entstandene Interdisziplinarität soll helfen mit den komplexer werdenden Marktbedingungen umgehen zu können. Obwohl Netzwerkstrukturen als Organisationsform in den Unternehmen kaum Einsatz finden, versuchen immerhin 50% aller befragten Unternehmen durch die Bildung von Netzwerken auf die veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren. Aber auch diverse Kommunikationsplattformen wie Managementteams und Strategiemeetings (Ö: 50%, D: 42%, CH, 31%) sind beliebte Lösungen, um auf die zunehmende Komplexität zu reagieren.
Interessant finde ich, dass noch immer 18% der österreichischen Führungskräfte angeben, dass in ihrem Unternehmen lediglich der Druck auf die einzelnen Führungskräfte erhöht wird, jedoch keine strukturellen
Änderungen durchgeführt werden. (D: 8%, CH: 12%)
Wenn Sie aus Ihrer Unternehmenspraxis noch andere Lösungen kennen, dann lade ich Sie ein, diese uns hier mitzuteilen.
