
Spannungsfeld Führung: Zwischen Machbarkeit und Ohnmacht
Jahresthema 2012
Das Thema Führung steht auf dem Prüfstand. In volatilen Zeiten ist Führung gefragter denn je und gleichzeitig deutlich anspruchsvoller, man könnte auch sagen anstrengender geworden. Besserung ist nicht in Sicht.
Die Schwerpunkte des Jahresthema 2012:
- Was leisten die vielfältigen Führungsstrukturen und welche „Nebeneffekte“ haben sie?
- Ist „Systemisch Führen“ schon in der Praxis „gelandet“, woran erkennt man es und wo liegen die Grenzen?
- Wie gehen Führungskräfte mit der Komplexität und Unsicherheit um, wie bleiben sie dennoch produktiv inmitten von Fülle und Widersprüchen?
Strukturen
In welchen Strukturen erfolgt Führung heute und wie stellen vielfältige, oft nebeneinander bestehende Führungsstrukturen den komplexen Rahmen für die eigentliche Führungsarbeit her? Welche erwünschten und unerwünschten „Nebeneffekte“ begleiten die verschiedenen Führungsformen, vor allem, wenn sie in Unternehmen kombiniert werden? Ist die Hierarchie am Ende? Matrix-Organisationen weichen die hierarchische Klarheit partiell auf, darüber liegende Projektstrukturen schaffen zusätzliche Verantwortungen, bereichsübergreifende Teams lösen Schnittstellen-Themen, Netzwerke finden sich in sozialen Räumen abseits aller unternehmerischer Vorgaben. Wer trägt in den Überlagerungsfeldern Verantwortung?
Lesen Sie mehr:
> Hernsteiner 01/12
> Newsletter: Strukturelle Vielfalt
Denk-Grundlagen
Das mechanistische Weltbild lässt sich in der Unternehmensführung nicht mehr aufrechterhalten. Unternehmen sind soziale Systeme und unterliegen eigenen Gesetzmäßigkeiten, was dazu führt, dass Führung anders zu denken ist. „Machertum“ tritt deutlich in den Hintergrund, psychologisches und systemisches Wissen ist für Führungskräfte ein Muss. Ist der Paradigmenwechsel in der Praxis vom kausalen zum systemischen Management schon gelungen? Welche Rolle(n) haben Führungskräfte in Unternehmen eigentlich? Wie kann etwas bewegt werden? Wie entstehen die Produktiv-Faktoren Selbstmotivation, Kooperationsfreude und Loyalität in Wirklichkeit? Was also müssen Führungskräfte anders denken, damit sie auch so führen können, dass Mitarbeiten NICHT innerlich kündigen, sondern sich voll einbringen?
Lesen Sie mehr:
> Hernsteiner 02/12
> Newsletter: Systemisch führen in der Praxis
Selbstbegrenzung
Am Ende des Tages bleibt die z. Teil erdrückende Fülle und Komplexität. Ihre Symbole sind die überfüllte IN-Box im Mailpostkasten, der vollgeräumte Schreibtisch, die nicht getroffenen Entscheidungen, der volle Terminkalender, der Nachdenken nur noch im Meetings zulässt. Sind ManagerInnen in der Lage, die strukturelle Komplexität und die vielen Unvereinbarkeiten und die Menge an Entscheidungen wirklich zu bewältigen? Können sie ihre eigenen Emotionen deutlich genug wahrnehmen und sie auch als relevante Informationen zur Selbststeuerung nutzen? Was wäre notwendig, dass ManagerInnen von heute Diversity als Reichtum und nicht als Bedrohung anzusehen? Alles läuft auf die Frage hinaus, wo die persönlichen Grenzen des Einzelnen sind.
Lesen Sie mehr:
> Hernsteiner 03/12
> Newsletter: Selbsterneuerung
Downloads:
> Hernstein Positionspapier (Pdf)
> Führung im 21. Jahrhundert (Pdf)
> Organisationsdesigns als Wettbewerbsvorteil (Pdf)
![]() | Hernstein Reader "Spannungsfeld Führung" > e-Reader-Version > Pdf-Version |
