50plus wie geht es weiter mit den Führungskräften? (6/2008)
Sind die Auswirkungen demographischer Entwicklung in Ihrem Unternehmen bereits jetzt spürbar? Erwarten Sie, dass die beschriebenen Auswirkungen in Ihrem Unternehmen in den nächsten 5-10 Jahren spürbar sein werden? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich der aktuelle Hernstein Managament Report, eine Studie des Hernstein Instituts zu aktuellen Trends im Bereich Führung, Organisations- und Personalentwicklung.
Lesen Sie in der nachfolgenden Zusammenfassung mehr über die wichtigsten Ergebnisse zu diesem Thema.
- >Sind die Auswirkungen demographischer Entwicklung in Ihrem Unternehmen bereits jetzt spürbar?>
- >Erwarten Sie, dass die beschriebenen Auswirkungen in Ihrem Unternehmen in den nächsten 5-10 Jahren spürbar sein werden?>
- >Unternehmen Sie oder planen sie Maßnahmen, um die Auswirkungen abzufedern?>
- >Welche Maßnahmen sind Ihrer Einschätzung nach am geeignetsten, um die Integration älterer MitarbeiterInnen zu fördern?>
- >Wie ist die Einstellung der Führungskräfte zu älteren MitarbeiterInnen?>
Sind die Auswirkungen demographischer Entwicklung in Ihrem Unternehmen bereits jetzt spürbar?
Vor allem in Österreich, aber auch in Deutschland, sind die Auswirkungen des demographischen Wandels bereits jetzt in den Unternehmen spürbar. Insbesondere bei der Suche nach neuen Arbeitskräften.
In der Schweiz zeigt sich ein anderes Bild: 43 Prozent der Befragten geben an, daß Altersstrukturen in den Unternehmen bisher noch kaum bzw. gar nicht spürbar sind.
Erwarten Sie, dass die beschriebenen Auswirkungen in Ihrem Unternehmen in den nächsten 5-10 Jahren spürbar sein werden?
Ähnlich stellt sich auch die Prognose der Unternehmen für die Zukunft dar: in Österreich und Deutschland erwarten knapp 90 Prozent aller befragten Unternehmen kurzfristig, also bereits in den nächsten 5-10 Jahren, Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Suche und vor allem das Finden neuer Mitarbeiter und somit auch auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu spüren.
In der Schweiz hingegen, gibt ein Viertel der Befragten an mit keinen Auswirkungen der Altersstrukturen in den nächsten Jahren zu rechnen.
Diese länderspezifisch Wahrnehmung des demographischen Wandels und der damit einhergehenden Veränderungen im Unternehmen könnte auch in der unterschiedlichen Politik, Medienberichterstattung und Pensionssystem der einzelnen Länder liegen.
Unternehmen Sie oder planen sie Maßnahmen, um die Auswirkungen abzufedern?
Während drei Viertel der befragten Unternehmen in Deutschland angeben sich auf die Auswirkungen des demographischen Wandels konkret vorbereiten zu wollen und dementsprechend bereits Maßnahmen zu planen, sind es in Österreich erst 64 Prozent aller Großunternehmen und in der Schweiz nur etwas knapp über der Hälfte der Unternehmen.
Welche Maßnahmen sind Ihrer Einschätzung nach am geeignetsten, um die Integration älterer MitarbeiterInnen zu fördern?
Um die Integration älterer MitarbeiterInnen zu fördern, wird eine Vielzahl an Maßnahmen in den Unternehmen getroffen. Mittlerweile scheinen sich die Unternehmen mit älteren MitarbeiterInnen und deren Wünschen und Anforderungen mehr auseinanderzusetzen.
Am häufigsten wird versucht eine offene Kommunikation und Auseinandersetzung mit den jeweiligen Sorgen und Bedenken älterer MitarbeiterInnen zu etablieren. Lediglich in Österreich steht an erster Stelle der Wissenstransfer zwischen älteren und jüngeren MitarbeiterInnen und somit eine Sicherstellung des vorhandenen Know-Hows älterer MitarbeiterInnen.
Unternehmen sind sich des hohen Wissens und der Erfahrungen älterer MitarbeiterInnen bewußt. Die Kehrseite davon ist, daß älteren MitarbeiterInnen eher selten neue Lernangebote angeboten werden.
Wie ist die Einstellung der Führungskräfte zu älteren MitarbeiterInnen?
Die Einstellung der befragten Führungskräfte zu älteren MitarbeiterInnen ist zwiespältig: einerseits erhalten “positive“ Aussagen zu älteren MitarbeiterInnen hohe Zustimmung, andererseits wird in etwas niedrigerem aber doch höherem Ausmaß auch „negativen“ Aussagen zugestimmt.
Die Integration älterer MitarbeiterInnen ist aufgrund des Personalmarketings und des Wissenstransfers wichtig für die Unternehmen.
Auch das Bewußtsein für den demographischen Wandel in den nächsten Jahren ist in den Unternehmen recht hoch. Sie wissen, daß es in den nächsten Jahren zu einem Mangel an jungen MitarbeiterInnen kommen wird und sich die Unternehmen daher auf ältere MitarbeiterInnen mehr einstellen werden müssen als bisher.
Aber die Einstellung der Führungskräfte gegenüber älteren MitarbeiterInnen ist auch etwas getrübt: sie sind, nach Meinung der Befragten, schwieriger zu führen und manchmal auch „selbst Schuld“, wenn bei Kündigungen an sie gedacht wird.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Mag. Herta Fischer
Trainerin/Beraterin Bereich Inhouse Programme
T: +43-1-514 50-6619
E: >herta.fischer@hernstein.at>




















