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Selbstmanagement - Multitasking im Management (3/2009)

Wie oft müssen Sie während eines Arbeitsalltags mehrere Aufgaben gleichzeitig ausführen? Wie hat sich die Anforderung, multitasking-fähig zu sein, in den letzten fünf Jahren für Sie entwickelt? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich der aktuelle Hernstein Management Report, eine Studie des Hernstein Instituts zu aktuellen Trends im Bereich Führung, Organisations- und Personalentwicklung. Lesen Sie in der nachfolgenden Zusammenfassung mehr über die wichtigsten Ergebnisse zu diesem Thema.

Multitasking im Alltag

Für ein Viertel aller befragten Führungskräfte gehört Multitasking zum absoluten Alltag. Österreichische Führungskräfte haben am häufigsten mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erfüllen, schweizer Führungskräfte zumindest sehr oft. In Deutschland zeigt sich ein differenziertes Bild: einerseits Führungskräfte, die ebenso wie in Österreich, tagtäglich mit Multitasking konfrontiert sind, andererseits aber auch am häufigsten Führungskräfte, die sich selten mehreren Aufgaben gleichzeitig widmen müssen.

Es zeigt sich, daß Multitasking ein Phänomen vor allem in größeren Unternehmen (ab 1000 Mitarbeitern) und kleineren Großunternehmen (100 bis 249 Mitarbeiter) ist. Bei ersteren aufgrund der Komplexität und Größe des Unternehmen. Bei kleineren Großunternehmen, weil Strukturen und Arbeitsabläufe und Verantwortlichkei-ten häufig nicht geklärt sind.

Report3_09_Grafik1
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Entwicklung des Multitasking

Die Anforderungen multitasking-fähig zu sein sind, nach eigenem Empfinden der Befragten, in den letzten fünf Jahren gestiegen. Dies empfinden vor allem österrei-chische und schweizer Führungskräfte.

Deutsche Führungskräfte sind eher der Meinung, dass die Multitasking-Fähigkeiten gleich geblieben sind. Hier kann davon ausgegangen werden, dass gleich geblieben gleich hoch geblieben bedeutet. Da es kaum Führungskräfte gibt, die der Meinung sind, dass die Anforderungen gesunken sind.

Report3_09_Grafik2
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Beurteilung von Multitasking

Am häufigsten wird der Zusage zugestimmt, dass eine Führungskraft ein hohes Maß an Multitasking-Fähigkeiten besitzen muss. Ob Multitasking zu Stress und Überforderung führt, darüber sind sich die Befragten uneinig, ebenso findet sich eine geteilte Meinung bzgl. der Effizienz bzw. Ineffizienz von Multitasking.

Das Ergebnis zeigt aufgrund des täglichen Einsatzes von Multitasking, dass Führungskräfte Multitasking als unabwendbar ansehen, andererseits sich der negativen Folgen des ständigen Multitaskings teils doch bewusst sind.

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Bewertung der Arbeitsweise von Mitarbeitern

Überraschenderweise scheinen die Klischees von früher heute überholt: Aussagen wie „wer schnell ist, ist schlau“, „wenn man langsam ist, ist man genau“ und „wer viel gleichzeitig tut, ist produktiv“ erhalten von den Führungskräften von heute kaum Zustimmung.

Am meisten Anklang findet die Aussage „wer sich nicht ablenken lässt, ist zielorientiert“. Zielorientierung hat, nicht zuletzt aufgrund der vielverbreiteten Theorie des Management by Objectives, einen hohen Stellenwert unter den Führungskräften.

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