Innovationsmanagement (05/2009)
Mit welchen Maßnahmen kann die Innovationskraft im Unternehmen gesteigert werden? Für welche Bereiche sind Innovationen besonders wichtig? Und was können Führungskräfte beitragen, um Innovationen zu fördern? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich der aktuelle Hernstein Management Report, eine Studie des Hernstein Instituts zu aktuellen Trends im Bereich Führung, Organisations- und Personalentwicklung. Lesen Sie in der nachfolgenden Zusammenfassung mehr über die wichtigsten Ergebnisse zu diesem Thema.
Innovationsmanagement in turbulenten Zeiten
Gerade in turbulenten Wirtschaftssituationen wird allgemein empfohlen, Innovationen verstärkt voranzutreiben.
Mit 53 % setzt rund die Hälfte der deutschen Unternehmen im Moment verstärkt auf Innovationen. Österreichische und Schweizer Unternehmen dagegen versuchen das Niveau an Innovationen konstant zu halten.
Nur 11 % aller befragten Unternehmen geben an, derzeit zu sparen und ihre Innovationen zu verringern.
Innovationen in verschiedenen Bereichen
In ihren Innovationsleistungen setzen Unternehmen besonders auf externe Möglichkeiten, wie Dienstleistungs- und Produktentwicklung sowie die Verstärkung der Beratungs- und Servicequalität.
Für Führungskräfte in der Schweiz und Österreich zahlen sich Innovationen vor allem in der Entwicklung neuer Dienstleistungen und Produkte aus.
Deutsche Führungskräfte hingegen sehen die Verbesserung der Beratungs- und Servicequalität als genauso wichtig und Erfolg versprechend an wie Produkt- und Dienstleistungsinnovationen.
Interessant ist, dass die Entwicklung neuer Kostenverfolgungssysteme nur von 20 % der befragten Unternehmen in Deutschland und 8 % in der Schweiz als lohnenswerte Innovation genannt wird. Österreich liegt hier mit 16 % im Mittelfeld.
Maßnahmen zur Steigerung der Innovationskraft
Die wichtigste Maßnahme, um die Innovationskraft in den Unternehmen zu steigern, ist nach Ansicht der befragten Führungskräfte das Setzen konkreter Ziele für Innovationen.
Im Ländervergleich zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede: Für österreichische Führungskräfte hat die konkrete Zielsetzung für Innovationen Priorität, während deutsche ManagerInnen versuchen, eine Vielzahl an parallelen Maßnahmen zu setzen.
Unternehmen in der Schweiz setzen zur Steigerung ihrer Innovationskraft vor allem auf ihre Mitarbeiter, indem sie Freiräume schaffen, Mitarbeiter einbeziehen und Budget- und Ressourcen für Innovationen zur Verfügung zu stellen.
Beitrag der Führungskräfte zu Innovationen
Die Umfrage hat ergeben, dass Führungskräfte den größten Beitrag leisten, wenn sie ihre Mitarbeiter ermutigen, Ideen einzubringen, einen offenen und kommunikativen Führungsstil zu pflegen und auch Fehler zuzulassen.
Hier zeigt sich auch, dass der Stellenwert von Innovationsmanagement bei Führungskräften in Deutschland und der Schweiz höher ist als bei österreichischen ManagerInnen: Denn der eigene Beitrag für die Innovationskraft wird in Deutschland und der Schweiz insgesamt bedeutend höher eingeschätzt und als ein Maßnahmenpaket begriffen, als es in Österreich der Fall ist.
„Erfolgsgeheimnis“ Innovation
Bei marktführenden Unternehmen wird Innovation als Aufgabe aller Mitarbeiter verstanden. Das ist nach Ansicht der befragten Führungskräfte auch das Erfolgsgeheimnis von Marktführern in Bezug auf Innovationen.
Vor allem österreichische Führungskräfte sehen dieses Charakteristikum mit 33 % als wesentlich an (Schweiz: 25 %, Deutschland: 22 %).
Für 26 % aller deutschen Führungskräfte ist die Bedeutung von Innovationen im Unternehmen bereits fest verankert. Anders die Situation in Österreich (9 %) und in der Schweiz (17 %).
Ihre Ansprechpartnerin:
Mag. (FH) Lisa Kivalo, MAS
Innovationsmanagement
T +43 1 514 50-6638
E >lisa.kivalo@hernstein.at>




















